Ob Cumulonimbus calvus oder Stratocumulus – viele Wolkenbilder haben eine majestätische Wirkung auf uns. Vom Gegenlicht durchleuchtet erleben wir gar ein der Welt entrücktes Schauspiel mit schöpferischem Pathos:
Fotografisch gesehen haben wir es dabei mit einem Motiv mit extrem großem Dynamikumfang zu tun, wobei die Sonne den hellsten, die Wolken im abgewandten Schatten dazu den dunkelsten Teil bilden.
Important: Stellt eure Kamera auf den Manuellen Modus (M-Modus) und bedient euch dann der Spotmessung. Messt bei der Aufnahme solch einer Wolkenformation einen Punkt an, der noch Zeichnung haben soll. Wenn ihr nämlich die Sonne als Belichtungsreferenz nehmt, wird der ganze Rest zu dunkel. Umgekehrt brennt die Sonne aus, ist also nur noch ein weißer Fleck auf dem Foto, wenn ihr eine zu dunkle Stelle mit der Spotmessung anvisiert.
…muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Diese alten Liedzeilen von Reinhard Mey beschreiben noch immer gut unser Gefühl, wenn wir aus einem Flugzeugfenster auf den endlosen Horizont und das Wolkenmeer blicken.
Besonders schön ist dies anzusehen, wenn man am Abend fliegt und die Sonnenuntergangsseite erwischt hat.
Important: Nehmt bei eurem Schnappschuss durch die Flugzeugfenster einen Flügel mit ins Bild. Damit bekommt ihr eine bessere visuelle Lesbarkeit der Größenverhältnisse der Umgebung.
Auch solch ein Bild hier unten hat seinen Reiz. Vielleicht regt es euch dazu an, noch einen schönen Spruch aufs Foto zu bringen und das Ganze dann als digitale Postkarte zu versenden:
Es gibt wohl kaum ein Motiv in der Hobbyfotografie, das häufiger vorkommt als der Sonnenuntergang – umrahmt von eindrucksvollen Wolken. Noch schöner ist es, wenn ein Paar den Mittelpunkt des Motivs bildet. In solchen Augenblicken schauen manche in eine gemeinsame Zukunft, während andere in der Vergangenheit schwelgen und die Zeitlosen ganz im Hier und Jetzt sind!
Fotografisch sind für solch ein stimmungsvolles Bild wieder ein paar Regeln zu beachten. Auch hier würde die automatisierte Belichtungsmessung zu einem dunklen Ergebnis bei den Personen führen. Wenn ihr die Personen noch mit Zeichnung im Rücken abbilden wollt, ist es wieder sinnvoll, diesen Punkt mit der Spotmessung anzuvisieren. Anschließend stellt ihr die Kamera im manuellen Modus so ein, dass die Personen und die Wolken in einem guten Lichtverhältnis zueinander stehen.
Important: Wenn ihr die Personen als schwarze Silhouette abbilden wollt, müsst ihr um ca. 2 Blendenstufen unterbelichten. Das macht ihr über den manuellen Modus, indem ihr Zeit und Blende so verändert, dass das Bild dunkler wird. Die ISO muss dabei konstant auf etwa 200 eingestellt sein. Oder ihr fotografiert im Automatikmodus und stellt dann in der Belichtungskorrektur etwa -2 Blendenstufen ein.
Auch ohne Personen im Bild haben Sonnenuntergänge mit Wolken immer etwas Erhabenes. Der gleiche Sonnenuntergang bei wolkenlosem Wetter wird hingegen auf dem Foto etwas fade wirken, da es nicht zu diesem Farbenspiel in den Wolken kommt. Bei diesem Bild wurde der Strand noch schön in die Bildkomposition mit hineingenommen. Die Spiegelung im Wasser und im feuchten Sand sorgt für ein noch feurigeres Farbenensemble:
Auch ganz ohne Sonnenschein oder Blitz und Donner, können Gewitterwolken spektakulär beeindruckend sein. Das Licht ist hart, die Kontraste kräftig. Gewitterwolken haben oft die grafische Faszination von Schwarz-weiß-Bildern. Und doch ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht, ob ihr eine solche Wolkenformation wie unten in Farbe oder im monochromen Schwarz-weiß ablichtet.
Important: Macht eure eigene Erfahrung des sensiblen Farbensehens, indem ihr ein ähnliches Motiv erst im Farbmodus betrachtet und dann in schwarz-weiß. Wahrscheinlich werdet ihr erleben, dass die wenigen Farben im Bild dem ganzen doch einen sehr schönen Reiz verleihen.
Besonders schön wirken vor einem fast monochromen Gewitterhimmel dann farbintensive Details, wie hier der Windsack, der selbst vom Gewitterlicht kontrastreich beleuchtet ist:
Ein Blitz ist ein Funke mit 100 Millionen Volt. Weltweit ein fast alltägliches Phänomen. Doch der Wissenschaft bleibt ein Funke Unwissenheit, wie ein Blitz entsteht. Einig ist man sich darin, dass es dazu eine Wolke aus Eiskristallen und Graupelkörnern braucht, die sich aneinander reiben. Irgendwann sind dann die Ladungsunterschiede in der Wolke zu groß und es kommt zur Entladung in Form eines Blitzes. Dieser bahnt sich seinen Weg innerhalb der Wolke, aber auch in Richtung Erde. Seine verästelte Form bekommt der Blitz übrigens durch die stückweise Aufladung von Eiskristallen, durch die der Blitz nach unten wandert.
Ein Foto von einer Gewitterwolke inklusive sich krümmendem Blitz zu machen ist gar nicht so schwer - wenn man folgende Hinweise beachtet:
Um ein gutes Bild mit Blitz zu machen, braucht ihr ein Stativ und eine Kamera, bei der ihr die Belichtungsparameter manuell einstellen könnt. Sinnvoll sind noch ein Fernauslöser und ggf. ein Regenschutz für die Kamera.
Die Belichtungszeit müsst ihr so wählen, dass sie länger ist als der Blitz selbst. Also etwa 4 Sekunden. Bei der Blende ist 5,6 bis 8 gut und sorgt für eine ausreichende Schärfentiefe. Und als ISO wählt ihr für den ersten Versuch ISO 100. Zu guter Letzt müsst ihr den Kamerafokus auf manuell und unendlich stellen.
Nun heißt es warten und im richtigen Moment den Fernauslöser drücken. Sollte das Bild zu hell oder zu dunkel sein, müsst ihr die Blende oder die ISO nachjustieren. So gelingt euch beim zweiten oder dritten Versuch bestimmt ein spektakuläres Foto! Von Vorteil ist es natürlich, wenn ihr im RAW-Format fotografiert. Dann habt ihr in der Bildnachbearbeitung einen größeren Spielraum in den Helligkeitswerten.
Bestimmt habt ihr schon grandiose Wolkenbilder in einem Sommergewitter, bei einem herbstlichen Sonnenuntergang oder auf einer Flugreise fotografiert oder seid nun dazu motiviert.
Eine bleibende Erinnerung an diese großartige Wetterstimmung habt ihr, wenn ihr für diese himmlischen Kunstwerke als digitalen Wanddruck zuhause einen schönen Platz an der Wand auswählt.
Wir lesen uns!
Euer Team von MEINFOTO