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Ästhetische Winterfotos im Detail

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Winter ist die Jahreszeit, in der wir unsere Umwelt mit ganz anderen Augen wahrnehmen können. Zum einen, weil in unseren Breitengraden alles, was sich außerhalb geschützter Räume befindet, oftmals in seiner Form vom Schnee bedeckt ist und sich damit ganz verändert und in seinen Konturen weich und weiß zeigt. Zum anderen, weil Kälte und Frost bekannte Gegenstände mit einer eisigen Schicht überziehen und uns eine ganz eigenwillige Ästhetik offenbaren.
 

Für uns Fotografen hat sowohl das große Ganze, wie auch das winterliche Detail seinen besonderen Reiz. Jeder Winterwald hat seine gefrorenen Äste und Zweige, jeder verschneite Winterweg hat seine Tier- und Menschenspuren, die uns eine Geschichte erzählen. Wir wollen euch hier für die besonders schönen Fotomotive der winterlichen Details ein paar  Anregungen geben.

Zauberhafte Makro-Architektur

pilze im winter

Für unser menschliches Empfinden sind viele Formen der botanischen Biologie äußerst vielgestaltig und fantasievoll. Wir betreten da ein bisschen das Land der Elfen und Gnome, der Zwerge und der Zauberwesen. Vor allem der Wald hat hier für uns ein großes Repertoire an außergewöhnlichen formalen Schätzen zu bieten. Wie auf diesem Bild zu sehen, staffeln sich die Baumpilze am Stamm hinauf, ähnlich den Häusern an der ligurischen Küste. Ob essbar oder ungenießbar, zäh oder zart, die Baumpilze sind ein ganz faszinierendes Motiv, das bedeckt von einer Haube aus Schnee, nochmals an Reiz gewinnt:

pilze im winter

Important: Den optischen Eindruck dieser Makro-Architektur erreicht ihr besser, wenn ihr nicht aus stehender Position heraus den Baumpilz fotografiert, sondern seitlich aus der Hocke heraus. Achtet dabei auf einen ruhigen Hintergrund, sodass Baumpilz und Baumstamm das wesentliche Motiv im Bild sind.

Eine andere Art von Makro-Architektur im wortwörtlichen Sinne ist eine besondere Spezies an Gebäuden, welche wir vorwiegend im Winter vorfinden - das Vogelhäuschen! Beinahe so vielfältig wie richtige Häuser ist der Variantenreichtum von Vogelhäuschen. Es gibt sie filigran am Baum aufgehängt oder majestätisch auf Dreibeinen aufgeständert. Und doch sind sie fast ausnahmslos nur im Winter interessant. Denn da werden sie von den hungrigen Vögeln mit Leben erfüllt. Nicht immer gelingt uns dabei ein Foto mit gefiedertem Gast. Doch richtig in Szene gesetzt, ist das Vogelhaus, welches noch auf seinen Gast wartet, auch ein schönes Motiv. Wieder ist wichtig, dass die Bildkomposition stimmt und das Häuschen prominent zur Geltung bringt. Bei diesem Foto ist zusätzlich die Farbigkeit besonders schön und luftig eingefangen. Es sind fünf Farben, nämlich weiß, blau, grün, orange und braunschwarz, die hier miteinander schön harmonieren und kontrastieren:

vogelhauschen

Wenn ihr hier auf das Vogelhäuschen scharf stellt, beachtet bitte, dass kein Ast im Weg ist, der euren automatischen Kamerafokus vom eigentlichen Motiv ablenken könnte. Sicherheitshalber ist hier eine manuelle Fokussierung zu empfehlen.

Frostige Strukturen

Neben dem Schnee gehören Frost und Eis zu den kalten Gesellen, die uns der Winter als Begleiter schickt. Eis hat die Eigenschaft zu konservieren. Dies nicht nur in seiner Art biologische Zerfallsprozesse zu verlangsamen, sondern auch in der Art eine Form einzufrieren und ihre filigrane Struktur hervorzuheben. Dies sieht man besonders schön, wenn wir uns gefrorene Blätter als Motiv auswählen:

vogelhauschen

Die Blätter zeigen ihre Struktur besonders deutlich, so, als wären sie mit einem weißen Stift nachgezeichnet worden. Die Sprossenachse, die Wurzel und das Blatt selber wirken wie ziseliert. Die individuelle Farbigkeit schichtet sich zu einer dreidimensionalen Collage, die fragil den winterlichen Boden bedeckt.

Important: Bei der Auswahl der Blätter solltet ihr auf den Bildausschnitt achten. Es sollten keine wichtigen Bildelemente abgeschnitten werden. Im obigen Foto sieht man, wie die drei Blätter in der Horizontalen das Bild bestimmen und vollständig abgebildet sind. Die umliegenden Blätter sind Beiwerk und werden teils angeschnitten.

Wegweiser in üppigem Weiß

Was wir das ganze Jahr über als selbstverständlich und etwas banal wahrnehmen, bekommt im Winter eine ganz wichtige Bedeutung. Denn nichts ist auf unbekanntem Terrain verunsichernder als ein Wegweiser, der uns nicht den Weg weist. Winterliches Ungemach und schwer lastende Schneedecken können den Straßenschildern, Hinweisschildern und Wegweisern zu figürlich abstrakten Gesellen verwandeln, die uns ihre Wichtigkeit durch eine Verweigerung ihrer Funktion vor Augen führen und gleichzeitig ein romantisches Motiv abgeben:

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Wohlfühlambiente für Vierbeiner

Sicherlich kennt ihr auch die Alltagsweisheit, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur schlechte Kleidung. In dieser Hinsicht sind uns unsere lieben Haus- und Nutztiere meist haushoch überlegen. Während das Herrchen oder Frauchen sich für den Spaziergang rüstet und sich in wärmende Kleidung einmummelt, steht der Hund schon längst bereit, denn er wurde von der Natur gut auf den Winter vorbereitet. Dementsprechend haben unsere Vierbeiner viel Freude an dem kalten Ambiente. Ausgelassenes Wälzen im Schnee ist Ausdruck von Freude und Körperpflege gleichermaßen. Und für uns ist es die Gelegenheit schöne Winterfotos zu machen. Eine schneebedeckte Schnauze, ein besonders schöner Pfotenabdruck im frischen Schnee oder ein wohlverdientes Nickerchen nach einem Winterspaziergang sind garantiert schöne Bilder, über die wir uns lange freuen, auch wenn der Schnee schon längst geschmolzen ist:

hund im schnee hund unter decke

Important: Besonders schön werden eure Detailfotos, wenn ihr nahe an euer Motiv herangeht. Achtet dabei auf die waagerechte Ausrichtung eurer Kamera, dann könnt ihr notfalls später in der Bildbearbeitung einfacher etwas wegschneiden.

Spurenlesen im Schnee

Unsere Vierbeiner lesen Spuren oftmals mithilfe ihres ausgesprochen guten Geruchssinns. Wir Menschen nehmen etwa 70% unserer Informationen über unseren Sehsinn wahr. So sind auch wir wahre Spurensucher. Dabei kann es Spaß machen Mutmaßungen anzustellen, ob vor uns ein oder zwei Menschen im Schnee gelaufen sind. Ob einer davon ein Kind war, ob Wanderstöcke zum Einsatz kamen, und manches mehr.

Als Fotograf ist es natürlich auch ein sehr reizvolles Vorhaben diese Details mit der Kamera einzufangen. Hier sind zwei Anregungen, welche die üblichen Wege etwas verlassen. Ein schönes Beispiel für fotografisches Storytelling ist diese Aufnahme:

spuren im schnee

Die Vogelperspektive lässt das Bild abstrakt erscheinen. Die Person wirkt in ihrer Bewegung sehr real. Das seitlich flach einfallende Licht lässt die Spuren im Schnee deutlich hervortreten und verleiht dem Schnee und der Person dreidimensionale Plastizität.

Doch nicht nur das Profil im Schnee kann ein schönes Detailfoto sein. Auch der Schnee im Profil hat seinen Reiz:

schuhe im schnee

Ihr braucht dazu nur ein williges Model. Ein Weitwinkelobjektiv kann den bildhaften Eindruck eurer fotografischen Absicht verstärken. Natürlich sollte das Model so nett sein, die Bewegung nur vorzutäuschen, damit du in Ruhe die richtige Perspektive wählen kannst. Auch hier wird sich der Betrachter die Fragen stellen, wie diese Aufnahme entstanden ist, wohin der Fußgänger unterwegs ist, wer denn diese Person ist und warum er diesen verschneiten Weg in sommerlichen Jeans beschreitet. Somit wieder ein schönes Beispiel für fotografisches Storytelling!

Schwarz zu Weiß

Bei der im Winter vorherrschenden Farbe Weiß liegt es nahe sein Augenmerk auf die Kontrastfarbe Schwarz, und damit auf die Schwarz-weiß-Fotografie zu richten. Selten sind die Kontraste im Bild so ausgeprägt wie im Winter. Dies sorgt für eine Klarheit in der Bildaussage, da ablenkende Farbe nicht vorhanden ist. Zudem ist gerade der weiße Schnee sozusagen als Sahnehäubchen ein Hingucker im Detail, wie bei diesem Fischernetz:

fischernetz im winter

Important: Bei Schwarz-weiß-Aufnahmen im Winter ist besonders die Belichtung zu beachten. Zu starke Kontraste, wie beispielsweise tiefe Schatten und sonnenbeschienener Schnee können nicht mehr differenziert wiedergegeben werden und führen einerseits zu schwarzen Flächen oder zu ausgebrannten Weißflächen. Sorgt deshalb für eine ausgewogene Verteilung der Grauflächen. Hierfür ist es nützlich auf ein ausgewogenes Histogramm zu achten.

Nicht zuletzt tragen winterliche Detailfotos auch gerne etwas Abstraktes in sich, denn die unbunten Farben nehmen dem Betrachter ein wenig die Orientierung. So könnte die unten abgebildete zugefrorene Wasserlache im Wald auch gerne eine Oasenlandschaft in einer weiß erscheinenden Wüste sein, die von einem Flugzeug oder Drohne herab fotografiert wurde:

vereiste pfutze

Welche fantastischen oder fantasievollen Bilder ihr auch immer als winterliches Detail fotografieren werdet - es hat bestimmt das ein oder andere Bild das Potenzial euch als großformatige Fotoleinwand noch lange Zeit große Freude zu bereiten.

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Wir lesen uns!

Euer Team von MEINFOTO

 

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