Eine coole und kreative Welt der Fotografie öffnet sich euch, sobald ihr euch mit der Schönheit von im Wasser eingefrorenen Blumen beschäftigt. Diese Art der Verfremdung im Eis ist besonders bekannt geworden durch die Künstlerin Tarifen Smith und dem Fotograf Bruce Boyd. Die beiden frieren Blumen in Eis ein und lassen dann die Eisblöcke in ein Wasserbecken fallen. Der Prozess des Einfrierens zieht sich dabei über drei Tage hin und bedarf anfangs des Experimentierens. Denn wenn die Blumen zu lange einfrieren, bilden sich zu viele Blasen. Wenn die Einfrierzeit zu kurz ist, droht der Eisblock auseinander zu fallen.
Important: Wenn ihr mit eurem Eisblock und dessen Stabilität und Blasenbildung zufrieden seid, kommt der Augenblick des Fotografierens. Am besten legt ihr den Eisblock in ein Gefäß mit Wasser oder ein Gewässer und achtet auf das richtige und effektvolle Licht. In dieser Art der Blumenfotografie könnt ihr eurer Kreativität beim Arrangieren der Blumen und beim Fotografieren freien Lauf lassen.
Atemberaubend schöne und inspirierende Bilder von Tharien Smith und Bruce Boyd findest du unter http://www.zerodegrees.co.za/-/galleries/front-page
Auch Mo Devlin hat sich mit diesem Sujet beschäftigt. Bei ihm stehen dabei Makroaufnahmen der eingefrorenen Blumen im Vordergrund. Besonders schön dabei sind die Luftblasen, die in ihrer Bewegung eingefroren sind und kleine Luftkanäle ausbilden. Beispiele seiner Arbeiten findest du unter https://modevlin.zenfolio.com/
Bei dieser Inspiration zu neuen Fotothemen seid ihr gefordert, selbst erstmal das Motiv zu erschaffen. Aber keine Sorge - eine Vorlage dafür dürft ihr euch dabei selber aussuchen. Die Darstellung von Werken aus der Malerei oder der Plastik durch lebende Personen - eben ein lebendiges Bild - hat eine lange Tradition. Als Erfinderin gilt die französische Hofdame Madame de Genlis aus dem 18. Jahrhundert. Sie war Erzieherin der Kinder von Ludwig Philipp II. Joseph, Herzog von Orléans. Diese Art der Bildnachstellung und dessen anschließender Darstellung in einer Fotografie verhalf das Getty Museum in jüngster Zeit zu neuer Attraktivität. Das Museum aus Los Angeles forderte in Zeiten der Corona-Quarantäne dazu auf Kunstwerke aus ihrem Online-Katalog in den eigenen vier Wänden nachzustellen und unter dem Hashtag #betweenartandquarantine und #gettychallenge auf Instagram zu posten. Bisher findet man untern diesen beiden Hashtags knapp 64.000 Posts, denen man die unbändige Kreativität der Nachsteller ansieht.
Important: Bestimmt bereitet es euch auch viel Vergnügen, alte Meister oder Kunstwerke der Moderne auszusuchen, die passenden Personen und Requisiten hinzu zu fügen, und das Ganze als Tableau Vivant im Foto festzuhalten. Schon der Prozess der Bildnachstellung macht einen Riesenspaß…
Den sog. Kreativen wird nachgesagt, dass deren beste Ideen unter der Dusche entstehen.
Was ist, wenn man gerade keine Dusche zur Hand hat? Dann greift der Kreative gerne zur Kreativitätsmethodik! Darunter versteht man Methoden und mentale Techniken, um zu neuen Ideen zu kommen.
Hier stellen wir euch den Morphologischen Kasten vor, der euch dabei helfen kann, zu neuen fotografischen Themen zu kommen. Dabei liegt es an euch, den Kasten zu füttern. Mit dem Kasten ist nicht euer kreatives Hirn gemeint, sondern eine einfache Tabelle, die es zu füllen gilt. Wenn ihr beispielsweise neue Motivideen sucht, könnte eure Eingangsfrage lauten:
Nun gliedert ihr die Bestandteile eures zukünftigen „großartigen Bildes“ in drei Themenspalten auf - beispielsweise in Motiv, Location und Bildstil und gebt eure dementsprechenden Ideen in die Tabelle hinein. Jede Spalte enthält einen Ideen-Aspekt deiner Eingangsfrage. In der vollständig ausgefüllten Tabelle könnt ihr dann jeweils aus einer Spalte einen Begriff wählen und diesen mit je einem Begriff aus den anderen Spalten zufällig, oder nach Sympathie, kombinieren. Fertig ist eure kreative Gesamtidee!
Hier zur Veranschaulichung drei Ergebnisbeispiele derselben Eingangsfrage:
Die Kombination „Hund - Treppenhaus - plakativ“ kann euch zu folgender Fotoidee führen:
Hier eine Ideenkombination „Kinder - Wohnzimmer - poetisch“, die fotokreativ so umgesetzt werden könnte:
Die Kombination „Straße - Berggipfel - minimalistisch“ kann diesen fotografischen Ausdruck finden:
Important: Das Wichtige und Förderliche dabei ist, dass ihr beim Fotografieren drei gestalterische Impulse im Kopf habt, die euer Auge über das vorgefundene Motiv hinausführen und euch eine kreative Interpretation des Sujets nahelegen können!
Ihr müsst euch nicht immer das eigene kreative Hirn zermartern, um zu tollen und neuen Fotoideen zu kommen. Es gibt für diese Aufgabe viel externe Hilfestellung, denn jeder Fotograf ist froh und dankbar um eine Erweiterung und Ergänzung seines eigenen Motive-Spektrums.
Es lohnt sich, wie fast immer, ein Blick ins Internet. Wenn ihr dort als Suchbegriff Fotoideen eingebt, werdet ihr schnell fündig an verschiedenen Medien von Autoren, Fotografen und Kollegen, die Anregungen für neue Fotothemen für euch bereithalten. Natürlich gibt es hier kostenlose Angebote und auch Offerten, die nur "euer Bestes" wollen. Und manchmal ist das eben euer Geld. Zu diesen kommen wir zuerst. Es warten Titel auf euch, wie „72 kreative Fotoaufgaben“, „Der kreative Fotograf“, „Kreative Foto-Aufgaben“, „Kreativ fotografieren“ oder „Ideenbuch für kreative Fotografie“. Allesamt haben diese Bücher sehr positive Bewertungen. Stöbert ruhig in den Buchläden, ob vor Ort oder virtuell, und wählt ganz nach eurem Gefühl, was zu euch passt. Die Bücher unterscheiden sich oft im Aufbau. Die einen sind eher wie Lehrbücher aufgebaut, die Themenvorschläge mit Fotografie-Expertise verbinden. Andere Publikationen hingegen sind wie ein inspirativer Zeitstrahl angelegt. Da gibt es dann beispielsweise Woche für Woche neue Anregungen.
Ähnlich aufgebaut gibt es auch in Foto-Blogs Fotoideen zu finden. Sucht hier beispielsweise in der Suchmaschine eurer Wahl nach 52 Fotoideen, und ihr werdet bei verschiedenen Fotografen fündig werden. Auch YouTube oder Pinterest sind hier wahre Füllhörner für kreative Anregungen, und das kostenlos.
Bei den Foto-Blogs habt ihr häufig auch die Möglichkeit euch einer Community anzuschließen, was zu einem schönen Austausch mit Gleichgesinnten führen kann.
Bei allen Entdeckungen an Themen und für euch spannenden Informationsquellen empfehlen wir euch eins - notiert sie euch, digital oder analog. So habt ihr immer wieder die Möglichkeit, schnell darauf zurück zu greifen und eure Favoriten nicht zu verlieren. Vorausgesetzt, ihr findet euer Notizbuch wieder…
Wir wünschen euch ein kreatives Foto-Jahr mit schönen Ergebnissen. Wahrscheinlich habt ihr viel Freude an den kreativen und ästhetischen Fotos, die eure private Fotogalerie aktualisieren dürfen. Beispielsweise als Fotoleinwand oder einem Bild mit Rahmen.
Wir lesen uns!
Euer Team von MEINFOTO