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Wundervolle Bilder mit Gegenlicht

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Selbst wenn man nicht allzu viel Theorie über Fotografie gelernt hat, so hat man doch meist einen Lehrsatz im Gedächtnis: „Fotografiere nie gegen das Licht“. Dieser Lehrsatz kommt jedoch aus einer Zeit, in der die Kameratechnik weniger ausgefeilt war als heute, in der die Bildbearbeitung noch in der Dunkelkammer stattfand und ganz generell, die Freude und Möglichkeit am stimmungsvollen Fotografieren weit weniger verbreitet war, als dies heute der Fall ist.

Lasst uns also ganz bewusst ins Licht schauen und mit einigen nützlichen Hinweisen hier jede Menge tolle Motive entdecken und eindrucksvoll fotografieren.

 

Was reizt denn so sehr am Blick ins Licht? Sicherlich ist hier das Urbedürfnis des Menschen nach der Sonne und der Wärme eine tief in uns verwurzelte Motivation, in das Licht zu schauen. Und wo Licht ist, ist auch Schatten. Je stärker die Kontraste sich abzeichnen, je länger die Bildprotagonisten ihre Schatten werfen, desto dramatischer, eindrucksvoller und ausdrucksstärker werden unsere Bilder.

Sonnenuntergang - Sinnbild aller Romantik

mann auf steg sonnenuntergang

Der Tag neigt sich dem Ende zu. Die Umgebung lädt dazu ein, sich ganz der Naturschönheit des Sonnenuntergangs zu widmen. Kaum ein Typus des Landschaftsbilds darf so emotional und kitschig schön sein, wie eben der Sonnenuntergang.
Bei aller Bezauberung durch diesen Anblick empfinden Herz und Hirn dieses Bild als wohlig, warm und romantisch. Eure Kamera ist da noch nicht soweit. Ihr ist das Gegenlicht zu hell, die Kontraste zu stark und der Mann auf dem Steg gänzlich zweitrangig und erstmal egal.
Hier sind also ein paar Eingriffe an unserem ansonsten so perfekt arbeitenden Kamera-Equipment nötig.
Als erstes ist dabei von euch das schöne, aber auch leider sehr helle und genau in das Objektiv hinein strahlende Sonnenlicht zu zähmen. Die Belichtungsautomatik eurer Kamera hätte am liebsten ein schön durchgängiges Grau. Wenn nun zu viel Licht auf den Sensor fällt, regelt das System die Belichtung herunter, was bedeutet, dass das Bild in seinen Details unterbelichtet würde. Je nach Kamera habt ihr nun vier Möglichkeiten, das zu korrigieren:
Erstens, die einfachste Art, ihr stellt an eurer Kamera eine Belichtungsautomatik ein, die für Gegenlicht geschaffen wurde. Dies wird häufig auch als Szenenwahl bezeichnet.
Zweitens, ihr erlaubt der Kamera einfach nicht das ganze Bild auf Lichteinfall zu vermessen, sondern wechselt auf die sog. Spotmessung. Damit fokussiert ihr dann den Bildteil an, der auch im Gegenlicht noch in seiner Schattierung zu erkennen sein soll, im obigen Bild also den Mann auf dem Steg.
Drittens, ihr verlsst den automatischen Bereich der Kamera und wechselt in den manuellen Einstellbereich, meist durch ein M auf dem Programmwählrad gekennzeichnet. Nun könnt ihr Zeit und/oder Blende manuell einstellen und seht bei Smartphones oder Systemkameras per Live-View im Sucher das Ergebnis der Einstellungen, noch bevor ihr das Bild aufnehmt.
Viertens, ihr vertraut auf die nachträgliche Bildbearbeitung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass euer Bild keine sog. ausgebrannten Stellen haben darf. Denn wo nur Weiß auf dem Bild ist, kann auch die beste Bildbearbeitung keine Bildinformation mehr hervorholen.

Important: Zusammenfassen kann man die obigen vier Punkte in dem Grundverständnis, dass nicht das helle Gegenlicht den Messwert für die Bildbelichtung vorgeben darf, sondern ein korrigierter oder manuell gewählter Punkt im Bild, der in der Aufnahme noch wahrnehmbare Zeichnung und Kontraste aufweisen soll. Dieses Prinzip ist bei allen Gegenlichtaufnahmen anwendbar.

Silhouetten als Blickfang

Die oben genannten Maßnahmen, um zu einer Belichtung zu kommen, die nach den eigenen fotografischen Wünschen ausfällt, reichen manchmal nicht aus. Dann nämlich, wenn die Kontrastunterschiede in den verschiedenen Helligkeiten zu groß sind und die Fototechnik diesen Umfang nicht mehr abbilden kann. Dann hilft es aus der Not eine Tugend zu machen - die Silhouette.

Hierbei nimmt man künstlerisch in Kauf, oder legt es besser gesagt genau darauf an, dass manche Bildteile dunkel und ohne Zeichnung abgebildet werden und in maximalem Kontrast zum hellen Hintergrund scherenschnittartig sich abzeichnen, wie beispielsweise hier dieser Gipfelstürmer:

person auf gipfel

Doch auch unter der Erde sind Silhouetten zu erzeugen. Sucht euch einen lichtdurchfluteten Fußgängertunnel und stellt mit euren Freunden ein paar dynamische Gruppenszenen dar. Das macht Riesenspaß und ist leichter, als ihr vielleicht vermutet:

personen in tunnel

Important: Meist macht bei solchen Lichtverhältnissen der Belichtungsmesser seine Arbeit ausreichend gut. Wenn ihr bei den Silhouetten sichergehen wollt, dann blendet ab. D.h. dass ihr die Blende ein bis zwei Stufen schließen solltet, also die Blendenzahl beispielsweise von Blende 4 auf Blende 5,6 oder 8 erhöht.

Gegenlicht erzeugt Prägnanz

Die oben gezeigten Silhouetten sind trotz ihrer groben Form deutlich erkennbar. Genauso verhält es sich auch hier bei diesen filigranen und fein verästelten Motiven, da sie bekannte Motive sind, die wir sicher wieder erkennen. Bei solch floralen Motiven kommt eine Prägnanz hinzu, die bei alltäglichem Auflicht so nicht zur Geltung kommt. Wie mit dem Skalpell aus schwarzer Pappe herausgeschnitten, dominieren die Äste der Bäume das Bild. Zudem hat der Fotograf hier exakt den Moment abgewartet, bis die Sonne gerade hinter dem Stadel zu verschwinden begann.

silhouette haus baum sonnenuntergang

Dieser Effekt tritt nicht nur bei Bäumen ohne Blätter ein. Wendet euch im Detail einem Busch oder Strauch zu, und das Gegenlicht wird euch auch hier zu stimmungsvollen und prägnanten Aufnahmen verhelfen:

ast nahaufnahme

Important:Bei Gegenlichtaufnahmen ist der Standort des Lichtes in Bezug auf das Objektiv von entscheidender Bedeutung für die Dramatik des Bildeindrucks. Verändert hier so lange euren Kamerastandpunkt, bis die ideale Linie zwischen Lichtquelle und euch selbst erreicht ist. Euer Hauptmotiv liegt dabei auf dieser Linie.

Kunst in künstlichem Gegenlicht

Was ihr bei natürlichem Gegenlicht für bessere Bilder beachten solltet, gilt auch für künstliche Lichtquellen. Hier ist gerade die Fotografie in Konzertsälen ein gutes Übungsfeld für unterschiedliche Bildeffekte.

Bei der unten gezeigten Aufnahme einer lichtüberfluteten Großbühne war Licht für jeden da. Das Gegenlicht strahlt nicht genau in die Kamera und irritiert daher nicht euren Belichtungsmesser, ob dieser nun in einer schwergewichtigen Digitalkamera steckt, oder in einem kleinen Smartphone. Die Auswirkung auf den Lichtsensor ist dabei die gleiche:

konzert rotes licht

Für die Abbildung dieses schönen Herzens eines Fans ist dann schon wieder etwas Einstellarbeit nötig, um nicht unbeabsichtigt zwei schwarze Hände vor einem (über)strahlenden Hintergrund als Bildergebnis zu bekommen. Wir empfehlen euch entweder manuell überzubelichten. Denn lieber ist der Hintergrund etwas zu hell, als die Hände zu dunkel. Oder ihr richtet den Belichtungsmesser gleich mittels Spotmessung auf die Hände:

konzert herz

Bokeh, die Kamera sieht mehr als das Auge

Bokeh ist streng genommen eine optische Erscheinung, die in eurem Objektiv erzeugt wird. Gestalterisch sind es Unschärfen in Ring- oder Kreisform, die von Gegenlichtpunkten bei Objektiven mit großer Blendenöffnung erzeugt, und dann auf dem Kamerachip festgehalten werden. Sie sind ästhetische Gestaltungsmittel, um euer vordergründiges Motiv schmeichelhaft und verschwommen freizustellen:

mädchen lichterkette

Bei dieser Aufnahme wurde das zwischen den Bäumen hindurchstrahlende Gegenlicht, und das dadurch entstehende Bokeh, als künstlerische Bildaussage genutzt, ohne einen Vordergrund damit freistellen zu wollen. Der lichterzeugte Bokeh-Effekt ist, getragen von der Assoziation des Waldes, das Motiv selbst:

mädchen lichterkette

Ob natürlichen oder künstlichen Ursprungs, das Gegenlicht ist es immer wert künstlerisch eingefangen zu werden!

Viel Freude dir bei euren lichten Momenten. Und viel Genuss euch an hochwertigen Fotoleinwänden als digitale Wanddrucke für euer Zuhause!

Wir lesen uns!

Euer Team von MEINFOTO

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