Um aber erstmal ins Thema zu finden, beginnen wir mit der wahrscheinlich besten Frage in diesem Zusammenhang:
Lichtmalerei ist eine spezielle Fototechnik, bei der ihr Fotos mit mobilen Lichtquellen und sehr langer Belichtung macht. Dadurch erreicht ihr zum Beispiel einen so coolen Lasereffekt wie im folgenden Bild. Bei dieser Art Fotografie zieht das fotografierte Objekt einen Lichtschweif hinter sich her, gerade so, wie ein Komet im Weltall. Das sieht super aus, ist kreativ und eigentlich sogar ganz einfach.

Blende f / 10 Verschlusszeit 24 s ISO 100
Ihr braucht dazu lediglich 3 Dinge.

3. Eine leicht bewegliche Lichtquelle

Natürlich funktioniert auch eine Taschenlampe oder das Licht eures Smartphones.
KURZ UND KNAPP: Achtet darauf, dass eure Kamera oder euer Smartphone über ausreichend Speicher verfügt – ihr werdet viele Versuche unternehmen müssen, bis ihr wirklich zufrieden seid! Ansonsten bleibt euch nur das Löschen. Aber denkt dran: dabei gehen euch auch Erfahrungswerte verloren.
Im nächsten Schritt gehen wir an die Einstellungen deiner Kamera. Die muss im manuellen Modus laufen, während die Belichtungszeit bei 10 – 30 Sekunden liegen sollte. Dann stellt ihr den ISO-Wert auf 100 und deinen F-Stopp zwischen f / 8 und f / 22 ein.
Falls ihr euch gerade fragt, was F-Stopps sind: Diese kommen noch aus der Zeit, als nicht jede Kamera einen Belichtungsmesser hatte. Jeder F-Stopp verdoppelt bzw. halbiert die Menge an Licht, die auf den Sensor / Film trifft. Aus praktischen Gründen sind bei den meisten Kameras die einstellbaren Schritte jedoch 1/3 F-Stopps. Das heißt, man muss für die Verdoppelung, bzw. Halbierung des Lichteinfalls 3 Stufen hoch oder runter.
Bevor ihr jetzt anfangt, Fotos zu schießen, müsst ihr die Kamera erst manuell fokussieren und dann !!Achtung!! alle Lichter ausschalten.
Macht nun ein Foto und zeichnet während der langen Belichtungszeit eurer Kamera ein Symbol, ein Wort oder etwas verrücktes in die Luft. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Spielt so lange mit den Einstellungen, bis ihr perfekt Lichtmalen könnt.

Blende f / 16 Verschlusszeit 14 s ISO 100

Blende f / 16 Verschlusszeit 24 s ISO 100
Wenn ihr euch mit den Basics der Lichtmalerei vertraut gemacht habt, haben wir noch ein paar Tricks für euchch, die ihr unbedingt ausprobieren solltet:
Der erste Trick nennt sich Stringlight Trick und arbeitet mit einer Lichterkette, die ihr an irgendetwas langem befestigt. Egal, ob Angelrute, Lineal oder Spazierstock. Achtet nur darauf, dass die Lichterkette gleichmäßig verteilt ist, damit auch der Lichtschein gleichmäßig rüber kommt. Dann klebt ihr die Kette fest.

WICHTIG: Alle Lichter müssen in dieselbe Richtung zeigen!
Stellt nun eure Kamera ein und schon geht’s los mit der wilden Knipserei! Mit eurer Lichterkette könnt ihr dann diese tollen Ring- und Strichmuster zeichnen:

Mit etwas Übung dann auch solche:

Nun zur Lichtkugel.
Um eine Lichtkugel zu erzeugen, bindet ihr einfach eine Lichterkette mit Klebeband zu einem Bündel zusammen. Dann legt ihr eine Münze oder etwas ähnliches als zentralen Punkt auf den Boden. Legt nun eure Hand über diesen Punkt (nicht auf den Punkt!), haltet sie in dieser Position und schwingt eure Lichterkette um ihn herum. Das ergibt dann diesen strahlenden Kugeleffekt. Das ist schon ziemlich einzigartig, oder? Wirkt ja fast schon, wie aus einer fremden Welt.

Nun widmen wir uns den Porträts, die ihr mit wenigen Handgriffen zu einem echten Knaller an der Wand machen könntt. Stellt euch nur ein solches Foto hinter Acrylglas vor! Ein Eyecatcher par excellence.
Um einen solchen Effekt zu erzielen, setzt ihr ins Zentrum eurer Lichtmalerei einfach ein Objekt, das euch gefällt – in unserem Fall eine Frau, möglich ist aber natürlich auch ein Mann, ein Hund oder eine Katze – und schon bekommt dadurch so einzigartige Aufnahmen. Sphärisch.

Mit diesen Tricks und Kniffen lassen wir euch jetzt erst einmal in Ruhe spielen. Findet heraus, wie weit ihr gehen könnt und experimentiert mit Dingen abseits des Mainstreams. Und wenn ihr euer erstes Meisterwerk im Kasten habt, druckt das Bild doch einfach bei uns. Zum Beispiel als Foto auf Alu Dibond oder Foto im Rahmen!
Achja! Wo Licht ist, da ist auch Schatten!
Darum widmen wir uns beim nächsten Mal – nachdem es jetzt ständig ums Licht ging – seinem zweieigen Zwillingbruder, dem Schatten. Wie setzt man ihn richtig ein, wie nutzt man ihn sinnvoll und wie bannt man ihn richtig auf Film? Stay tuned und ihr werdet es sehen! Wir lesen uns!
Euer Team von MEINFOTO