Hängen eure Bilder oft für sich allein? Das ist eine verpasste Chance, denn kunstvoll angeordnet wird eure Bildwand gleich interessanter. Dann wirken eure Fotos als Einheit und erhalten gleichzeitig mehr Aufmerksamkeit. Doch hütet euch vor dem Chaos, sonst bezweckt ihr das Gegenteil! Wir stellen euch sieben beliebte Hängungen vor, mit denen ihr eure Fotos perfekt in Szene setzt.
Sankt Petersburg ist unter anderem für seine Eremitage bekannt, die Residenz der russischen Zarenfamilie. Heute ist die Eremitage eines der weltweit wichtigsten Kunstmuseen weltweit, welches ganze 60.000 Exponate klassischer europäischer Kunst beherbergt. Rembrandt und Rubens treffen hier auf Matisse und Gaugin, während da Vinci und Picasso um Aufmerksamkeit konkurrieren. Die Gemälde hängen eng aneinandergereiht in 350 Sälen teilweise bis hin zur Decke. Der russische Adel ließ sich im 18. Jahrhundert von der Eremitage inspirieren und zeigte seinen Reichtum ebenfalls in Form von Bildergalerien, welche die Wände ihrer Wohnsitze schmückte. So erhielt die Hängetechnik, die wir euch als Erstes vorstellen möchten, den Namen Petersburger Hängung oder Salonhängung.
Die Petersburger Hängung mag chaotisch aussehen, doch sie folgt gewissen Regeln
Hier herrscht ein geordnetes Chaos: Während auf eine Sichtachse verzichtet wird und die Bilder locker über-, unter- und nebeneinander gehängt werden, gibt es verbindende Elemente, welche die einzelnen Bilder zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen. Achtet darauf, Zusammenhänge zu schaffen. Wählt zum Beispiel ähnliche Farben und Motive, messt gleiche Abstände zwischen den Bildern aus, und arbeitet mit den gleichen Rahmen oder Passepartouts. Auch wenn ihr nicht allzu penibel sein müsst, kann euch eine gedachte Ober- und Unterlinie Orientierung bieten. So kommt Ruhe in die Bildergalerie. Besonders schön wirkt eine Bildersammlung mit der Petersburger Hängung auf einer weißen oder in einer dezenten Farbe gestrichenen Wand.
Mit der Inside the Lines-Hängung entscheidet ihr euch ebenfalls für eine lockere Hängung, die dennoch harmonisch wirkt. Das Geheimnis liegt in einer gedachten geometrischen Form, in deren Rahmen ihr eure Bilder aufhängt. Welche Form gefällt euch am besten: ein Rechteck, ein Oval oder vielleicht doch eine Diagonale? Innerhalb eurer Wunschform hängt ihr nun eure Bilder auf. Wenn es euch schwerfällt, die erdachte Form einzuhalten, könnt ihr dir ein Rechteck mit Hilfe von straff gespannten Schnüren vorgeben, in dessen Rahmen ihr euch dann bewegt.
Stellt euch eine geometrische Form an eurer Wand vor und hängt eure Bilder wild darin auf
Im Gegensatz zur Petersburger Hängung müsst ihr hier auf keine verbindenden Elemente achten. Motive, Farben, Stile und Rahmen treffen hier in verschiedenen Ausführungen aufeinander, ohne sich gegenseitig zu stören. Beginnt mit dem größten Bild und gruppiert die kleineren um dieses herum - schon habt ihr eine individuelle und raffinierte Bildergalerie!
Die Kantenhängung ist im Vergleich zur Petersburger oder Inside the Lines-Hängung deutlich geometrischer und geordneter. Eine Mittellinie ist das bestimmende Element, das für Klarheit sorgt. Denkt euch, oder besser noch, gebt euch eine Mittellinie mithilfe einer Schnur oder Malercrêpe vor und hängt nun oberhalb und unterhalb dieser Linie eure Lieblingsbilder auf. Achtet auf die Abstände: Sie müssen gleich groß sein, wobei sie horizontal und vertikal variieren dürfen.
Markiert eine Mittellinie und hängt eure Bilder an dieser Kante auf
Besonders schön wirkt eine auf Kante gehängte Galerie, wenn sie neben der Mittellinie weitere verbindende Elemente aufweist. Wie wäre es mit einer Schwarz-Weiß Galerie? Vielleicht wählt ihr auch Rahmen in derselben Farbe? Bei den Formatgrößen dürft ihr ruhig variieren, damit eure Collage nicht zu streng wirkt. Die Kantenhängung gehört zu den klassischen Hängungen und eignet sich auch für Räume mit niedrigen Decken.
Alles in einer Reihe? Warum nicht! Eine Reihenhängung muss wirklich nicht langweilig wirken, wenn ihr aussagekräftige Motive wählt. Ganz im Gegenteil: Durch die dezente Hängung kommen die Bilder noch besser zur Geltung. Die Reihenhängung funktioniert sowohl waagerecht als auch senkrecht. Gebt eine Linie vor und richtet die Bilder entweder oben, unten, oder mittig zu dieser aus. Achtet unbedingt auf gleiche Abstände zwischen den einzelnen Bildern, ca. 5 cm sind ideal.
Alle Fotos im gleichen Abstand in einer einzigen Reihe – dezent und wirkungsvoll
Besonders harmonisch wirken eure Bilder mit dieser Hängung, wenn ihr Rahmen in der gleichen Form, Farbe und Größe wählt, das ist aber kein Muss. Ihr dürft eurer Kreativität freien Lauf lassen und euch richtig austoben - die imaginäre Linie sorgt in jedem Fall für Harmonie!
Ordnung ist euch wichtig und ihr bevorzugt klare Linien? Dann ist die streng geometrische Rasterhängung genau das Richtige für euch. Der Name ist Programm: Gleichgroße Bilder werden horizontal und vertikal aneinander ausgerichtet an die Wand gehängt. Um den Rastereffekt zu erzielen, müsst ihr darauf achten, dass die Abstände zwischen den einzelnen Bildern überall gleich sind.
Gleichgroße Bilder in gleichem Abstand als sauberes Raster – ein Blickfang!
Um den coolen Raster-Look noch besser zur Geltung zu bringen, empfiehlt es sich, Bilder zu wählen, die mehrere verbindende Elemente mit sich bringen. Schwarz-Weiß funktioniert immer, aber ihr könnt auch Farbfotos wählen, die alle denselben Grundton aufweisen. Auch ähnliche Motive sind von Vorteil, ebenso wie die gleichen Rahmen. Um ein perfektes Raster zu schaffen, wählt ihr zum Beispiel neun Bilder im Format 1:1 und bildet ein Quadrat.
Eurem Lieblingsfoto, das nicht nur besonders schön ist, sondern auch positive Gefühle in euch weckt, könnt ihr auch einen Ehrenplatz an eurer Wand schaffen, indem ihr es als Solisten präsentiert. So kann es seine Wirkung voll entfalten, ohne dass andere Motive die Aufmerksamkeit auf sich lenken.
Manchmal reicht auch ein einziges Bild – wenn es groß genug ist
In unserem Shop könnt ihr euer Bild günstig auf eine hochwertige Leinwand drucken lassen. Ob klassisch in 150x100cm oder als Panoramabild in 120x60cm, ihr habt die freie Wahl. Übrigens benötigt euer großformatiger Solist keinen großen Raum oder eine hohe Decke. Solisten machen selbst in kleinen Zimmern und sogar in Nischen eine gute Figur!
Möchtet ihr ein einzelnes, aussagekräftiges Bild voll zur Geltung bringen? Dann ist auch ein Mehrteiler eine gute Idee. Eine aufregende Landschaftsaufnahme oder ein Architekturfoto wirkt auch als Mehrteiler spannend. Beim Mehrteiler handelt es sich um ein großformatiges Bild, das aus mehreren Elementen besteht. Besonders beliebt ist das Triptychon, welches sich aus drei Teilen zusammenfügt. Ihr könnt euch aber selbstverständlich auch für einen Zwei-, Vier-, oder Fünfteiler entscheiden.
Mit einem Mehrteiler macht ihr aus einem einzigen Foto eine faszinierende Bildergalerie
Die einzelnen Elemente hängt ihr in einer Reihe und auf Kante. Was die Größe anbelangt, dürfen die Elemente ruhig voneinander abweichen. Bei einem Triptychon beispielsweise bietet es sich an, das mittlere Element breiter zu wählen, um es präsenter wirken zu lassen. Achtet auch darauf, die Abstände zwischen den einzelnen Teilen gering zu halten.
Wenn hr euch für eine Hängung entschieden habt, solltet ihr jedoch erst einmal alle Bilder auf dem Boden auslegen und ausprobieren, welche Anordnung euch am besten gefällt, bevor ihr Löcher in die Wand bohrt. Werkzeuge wie Wasserwaage und Malercrêpe helfen euch dabei, Maß zu halten. Und wenn ihr schöne Rahmen für eure Galerie benötigt, könnt ihr eure Bilder bei uns direkt eingerahmt bestellen! Gut? Super!
Wir lesen uns!
Euer Team von MEINFOTO